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Systemeinrichtung

Nachdem ich mittlerweile eine ganze Reihe Windows-PC (früher mit win 3.11 bis hin zu Win 7, nun mit Windows 10) neu aufgesetzt habe und mich dabei immer wieder geärgert habe, dass die Benutzerdaten an verschiedenen Stellen abgelegt werden und auch von dort gesichert werden müssen habe ich mir nachstehendes überlegt.

Vorausschicken möchte ich, dass ich unsere diversen PC ausschließlich mit meiner Frau teile und daher kein Bedarf für vertrauliche Datenhaltung zwischen den Nutzern besteht. Unterschiedliche Benutzerkonten verwenden wir nur deshalb, weil wir zum einen unterschiedliche Desktop-Belegungen haben und unterschiedliche Programme verwenden.

Grundüberlegung zu speziellen Pfaden

Wir haben mitlerweile alle unsere PCs und LapTops mit einer SSD ausgestattet, die natürlich dann auch die System-Partition aufgenommen haben. Der Kosten wegen waren diese (Anfangs) zumindest bei den PCs von verhältnismäßig kleiner Kapaztät. Den Geschwindigkeitsvorteil der SSD hat man sehr gerne beim Laden und Ausführen der Programme, bei den Zugriffen auf die Nutzerdaten benötigt man diesen nicht unbedingt (zumindest wenn man nicht ständig mit riesengroßen Dateien hantiert). Daher haben wir die Nutzerdaten um auf der SSD Speicherplatz zu sparen, anders als es von Windows vorgesehen ist, auf eine andere HD / Partition verlagert.

Also nicht nur um die Datensicherung so einfach wie möglich zu gestalten haben wir somit bisher immer von Hand dafür gesorgt, dass alle Downloads in dem zuvor beschriebenen gemeinsamen Verzeichnisen (mit Unterverzeichnissen) landen, alle Bilder in einem Verzeichnis ..., alle Sounddateien ..., alle Videdateien ... und so weiter und so fort. Natürlich je nach Thema mit unterschiedlichen Unterverzeichnissen und unter-unter-Ver... . Beim Anlegen der Pfade und Dateien ist das zuerst einmal unproblematisch, auch wenn die Ordnernamen selbsterklärend sind und damit u. U. etwas länger ausgefallen sind. 
Dabei ist manchmal die Länge des Pfades über die 255 Zeichen - Grenze angewachsen. 
Die einzigen bisher verwendeten Links in den Benutzerordnern für Bilder, Dokumente, Downloads und Musik waren in diesen Ordnern platzierte normale, über Explorer-Rechtsklick erzeugte, Verknüpfungen zu den von uns definierten Ordnern für Bilder, Dokumente, Downloads, Musik usw.
Das Unpraktische an diesen Verknüpfungen ist, dass sie anders als Ordner nicht oben im Ordnerfenster angezeigt werden, sondern weiter unten bei den normalen Dateien. Wenn man also in den Benutzerordnern trotz der normalerweise geübten Praxis alles auf einem gemeinsamen Ordner in einer anderen Partition / HD zu speichern, die eine oder andere Datei und den einen oder anderen Unterordner angelegt hat, muss man immer erst "mühsam" den Link suchen und darauf klicken um zum gemeinsamen Ordner zu springen.

Bei der Sicherung gibt es dann entsprechende Warnhinweise das DOS-Programme dem Pfad nicht folgen können, aber es gibt keine unmittelbaren Probleme.
Viel später aber, wenn alte Sicherungen zu löschen waren, wurde es unbequem. Zu lange Pfade können unter Windows nicht vom root aus gelöscht werden, da Windows Probleme damit hat, Verzeichnisäste mit Pfadlängen von mehr als 255 Zeichen ein einem Rutsch (incl. darin enthaltener Dateien zu löschen. Zuerst muß man dann (so meine Erfahrung unter Win7) in einem Bereich des tiefer liegenden Astes des Pfades Unterverzeichnise löschen. Oft hilft es dann auch zuerst eine Umbenennung auf einen Namen mit nur einem Zeichen vorzunehmen und dann zu löschen. Keine Ahnung warum das manchmal notwendig war obwohl die Restlänge des Unterpfades kürzer als 255 Zeichen war. 

Eine Lösung wäre es, jedem der speziellen Verzeichnisse einen Laufwerksbuchstaben zuzuordnen (1. Verringerung der Pfadlänge, 2. beim Löschen alter Sicherungen einfach gesamtes Laufwerk killen). Da ich jedoch nicht extra dafür zusätzliche Laufwerke an jeden Rechner hängen wollte und auch nicht zusätzliche Partitionen anlegen wollte habe ich mich mit virtuellen Laufwerken vertrauter gemacht.

Um die tägliche Handhabung der Benutzerdateien / Benutzerpfade zu vereinfachen sind dann 'nur noch' symbolische Links, Junctions oder Hard-Links von den Benutzerpfaden zu den Laufwerksbuchstaben der VHDs zu erzeugen.

Andererseits habe ich auch schon Ärger damit gehabt von Windows definierte Junctions umzulegen 1). Deshalb habe ich mich zunächst (solange ich das mit den "verbogenen" Windows-Junctions nicht noch besser verstehe) entschlossen in jedem der von Windows vordefinierten Benutzerpfade einen Unterordner anzulegen, der direkt mit einer der VHDs verbunden ist. Lautet dieser Ordnername dann z.B. '___Bilder' ist zu erwarten, dass er bei alphabetischer Sortierung wegen der drei Unterstriche am Namensanfang immer sehr weit oder ganz oben stehen wird. Somit wird dieser Link (Umleitung zu den Benutzerdaten unter einem anderen Laufwerksbuchstaben) für einen Klick viel leichter zu erreichen sein.

Auf den Unterseiten zu dieser Seite setze ich mich zum einen mit den Programmen auseinander, mit deren Hilfe das erstrebt Ziel, die Benutzerdaten komplett von der System-Partition zu trennen, erreicht werden kann. Zum anderen beschreibe ich wie ich vorgehe, um das Ziel zu erreichen.

Erreicht man es wirklich die Benutzer-Dateien komplett von der Systempartition weg zu verlagern, kann sich die Sicherung des Systemes erheblich vereinfachen

Wenn man vor der Sicherung der System-Parttition diese bereinigt (Laufwerk C: -> Eigenschaften -> Bereinigen ... und zuvor löschen aller temporären Dateien und aller Internet- und Progamm-Cashes ) kann die System-Partition mit einem Partition-Image - Programm gesichert werden. Zum Sichern der Benutzerdaten brauchen dann nur die VHDX-Dateien kopiert zu werden.


1) Verzeichnis - Hard-Links und Junctions sind ganz anders als Symbolische Links!
Symbolisch Links sind 'nur einfache Wegweiser' zu den eigentlichen Zeigern auf die entsprechenden Datensätzen auf dem Datenträger. Werden die Symbolischen Links beschädigt oder gelöschet schadet das den eigentlichen Daten nicht.
Hard-Links hingegen sind alternative Zeiger auf ein und dieselben Datensätze auf dem Datenträger. Erst wenn der letzte Hard-Link von mehreren gelöscht wird, sind die Daten weg. Wird ein Junction unter Windows GUI (also im Explorer oder anderen Dateimanagern unter GUI) gelöscht, sind die Daten im Ziel des Junction ebenfalls sofort weg! Daher Junctions ausschließlich auf Commandozeilen-Ebene mit rmdir löschen!!!

Eine nach meiner Meinung gute Beschreibung dieser Sachverhalte kann man hier nachlesen:

https://www.windowspro.de/andreas-kroschel/ntfs-dateiverknuepfungen-links-unter-windows-7

http://blog.icewolf.ch/archive/2011/04/28/ntfs-symbolic-link-hard-link-junction.aspx

https://www.2brightsparks.com/resources/articles/NTFS-Hard-Links-Junctions-and-Symbolic-Links.pdf (englisch)

https://de.wikipedia.org/wiki/Harter_Link

https://en.wikipedia.org/wiki/NTFS_links (Junction Points, englisch)

https://de.wikipedia.org/wiki/Symbolische_Verkn%C3%BCpfung

https://schinagl.priv.at/nt/hardlinkshellext/hardlinkshellext.html (englisch)


Bildquellen

Slideshow von Gray_RheeBruno GlätschSergio StockflethJames Osbornefancycrave1

 


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